Nun ist ein bisschen Zeit vergangen und ich bin immer ein bisschen überwältigt vom dem Gefühl des deutschen Triumphes über Argentinien. Überwältigt weil unser Bundes-Sturkopf Jogi Löw es in der Tat geschafft hat mit nur einer radikalen Änderung (Lahm nach hinten) den Titel zu gewinnen – und das auch verdient. Was noch alles möglich wäre mit der Truppe mag ich mir gar nicht ausmalen, denn unter Löw wird es derartige Veränderungen nicht oder zumindest nur schwerfälligst geben – damit meine ich übrigens nicht ausschließlich das Herausnehmen eines Mesut Özils, sondern andere Baustellen ebenso.

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Die WM neigt sich langsam dem Ende entgegen. Es waren tolle Spiele dabei, vor allem an Gruppenspieltag 1 und 2, danach wurde es eher taktisch, aber trotzdem interessant. Es waren Spiele dabei, wo man einen Klassenunterschied erkannte, es waren aber auch Spiele dabei, wo sich zwei quasi gleichwertige Mannschaften bekämpften und Nuancen entschieden.

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Im Viertelfinale gewinnt Deutschland gegen Frankreich dank eines Tores von Mats Hummels nach einem Freistoß von Toni Kroos in der 12. Minuten mit 1:0. Dieses Ergebnis stand einige Male auf der Kippe, doch wie schon im Achtelfinale gegen Algerien war es Manuel Neuer im Tor der Deutschen, der die Führung sicherte – zuletzt sogar in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einem Reflex gegen Real-Madrid-Stürmer Karim Benzema.

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Ich weiß nicht, welches Ziel unser Bundestrainer verfolgt, aber ich glaube nicht dass er mit den besten Spielern diese WM bestreiten will, sondern eher mit denen die am wenigsten die Klappe aufreißen. Beispiel dafür war vor der WM und auch schon die Jahre zuvor die Nicht-Nominierung vom Stefan Kießling. Ok, man kann es aufs System schieben, alles klar, und ok, aber wieso hält er solange an Spieler in einem Turnier fest, obwohl es offensichtlich nicht die richtige Entscheidung ist? Wieso lässt er Mustafi rechts hinten spielen und nicht Lahm? Nur weil Lahm im Mittelfeld spielen will? Das kann doch nicht wahr sein: Der beste Rechtsverteidiger der Welt will im Mittelfeld spielen und Jogi Löw lässt dies zu. Das ist für mich unverständlich. Das gleiche Spielchen mit Benedict Höwedes – was der auf links hinten su suchen hat ist für mich unbegreiflich. Und so könnte man Position für Position weitergehen – eine möchte ich aber noch explizit erwähnen: Wieso spielt Mesut Özil nicht auf einer Position die viel besser für ihn wäre? Wieso spielt er nicht auf der Auswechselbank und Tribüne? Denn da gehört er aktuell hin und nicht auf den Rasen! Eine bodenlose Frechheit!

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Da wäre ja schon fast mein Wunsch in Erfüllung gegangen, aber leider nur fast. Leider hat es die Selecao doch noch geschafft im Elfmeterschießen Chile niederzuhalten – und das obwohl Chile noch wenige Augenblicke vor Ende der Verlängerung noch einen Kracher an die Querlatte hatte. Bezeichnend war es dann ebenso ein Aluminiumtreffer bei Elfmeterschießen der das Pendel zu Gunsten der WM-Gastgeber ausschlagen ließ.

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Mesut Özil – die deutsche Nummer 8 spielte gegen Ghana ein sehr biederes Spiel, eher unterdurchschnittlich, war kaum zu sehen,  wird aber trotzdem gehypt vom vielen Leuten, wie auch von Moderatoren wie beispielsweise Tom Bartels, der z.B. gestern in bester Manier einen Kurzpass von Özil zum Traumpass hervorhob, obwohl es nur einen Pass mit der Innenseite war. „So nah am Gegner vorbei spiele können nur wenige“ war Bartels – Aha. Echt jetzt? Glaube ich nicht, und auch nicht in solchen Situationen wo er den Spruch brachte. Aber man kann schon jemanden gute Presse geben.

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Mit 4:0 schlägt unsere deutsche Nationalmannschaft die von Portugal – und das auch in dieser Höhe verdient. Und wieder gab es die ein oder andere umstrittene Entscheidung  – aber bei Leibe nicht so spielentscheidend wie in vielen der vorherigen Partien der WM bisher. Zudem hat das DFB Team einen TM13, während Portugal’s CR7 lediglich durch Lamentieren auffiel.

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