Der Eisklotz vs die eigenen Kinder

Im vorangegangen Post bin ich vielleicht etwas hart ins Gericht gegangen mit meiner Frau, wie ich aber sagte, es ist alles rein subjektiv aus meiner Sicht. Mit diesem Post habe ich es wirklich geschafft, dass es mir etwas besser geht, nicht viel aber immerhin etwas. Und nun geht es weiter …

Was geschrieben wurde war natürlich meine persönliche Sicht der Dinge, die sicherlich überzogen erscheint aus anderer Sicht und etwas surreal, aber leider hat es sich manifestiert, dass doch etliche Teile davon schon sehr nahe den Tatsachen sind, wenn nicht gar etwas mehr sogar …

Eisklotz oder gar Eisberg ?

Von diesem Post war meine Frau natürlich nicht so begeistert und wollte mich zur Rede stellen, was dies solle – ja nun gut, konnte eben nur sagen, dass es meine subjektive Meinung ist und ich sie versucht habe so objektiv wie möglich darzustellen. Natürlich sind die „Freundinnen“ nicht der Meinung, und der Postmann natürlich auch nicht, wie ich nur auf solche Vermutungen käme … Naja, wie kommt man nur darauf? Man kennt eben seine Frau doch etwas – und wen wundert es – so falsch lag ich natürlich nicht. Sie verwandelte sich quasi dadurch langsam aber sicher mir gegenüber zu einem Eisklotz, ja das ist verständlich, fühlt sie sich doch von mir bloß gestellt oder wie man es auch immer nennen mag, weil es angeblich natürlich an der Wahrheit mangelte … Nun gut, so weit so gut, der Eisklotz erzählte natürlich nicht mehr viel, verständlicherweise, und wurde ziemlich aggressiv in der Ansprache , so das man mit zunehmender Dauer nicht mehr von einem Eisklotz, sondern eher von einem Eisberg sprechen konnte. Auch das war klar, ich arrangierte mich aber etwas damit, war aber natürlich „pissed“ davon. So kam es natürlich das die Osterfeiertage näher rückten und ihr Ausgehverhalten eher einen geöffneten Hühnerstall glich, denn einer fürsorglichen Mutter von Kindern.

Da ist er wieder der Postmann

Und so waren nach einigen Treffen, die ich „offiziell“ ja nicht mitbekommen habe, weil sie es verschwieg und einfach nur was anderes sagte, mal wieder eines an der Tagesordnung, von dem ich natürlich auch nichts wusste, aber es klar war, dass es ein solches Treffen war – und ja angeblich alles nur freundschaftlich, weit weit weg von einer Beziehung oder dergleichen – ja mag sein, schaut trotzdem blöd aus, wenn man beim Weggehen sagt, dass man in 3 Stunden wieder da ist und nach 2 Stunden anrufen wollte, und natürlich beides nicht eingehalten hat … Ein Schelm wer Böses dabei denkt… Schlimmer wiegt aber die Aussage der Kinder, dass sie gerne auch mal mit der Mama was spielen wollen – aber die Mama die Osterfeiertage natürlich lieber „auswärts“ verbringt, natürlich nicht mit dem Postmann – also offiziell zumindest. Da lache inzwischen nicht mehr nur ich darüber …

Ehrlich währt am längsten

Wenn sie nur ehrlich wäre, dann wäre es zwar in dem jeweiligen Moment hart, aber es wären klare Ansagen, so ist es halt so, dass sie es verschweigt oder quasi „notlügt“, weil sie gar nichts sagt oder was auch immer sagt, anstelle der Wahrheit…. Am heutigen Ostermontag ist sie natürlich wieder nicht da, die Kinder werden vor die Konsole gesetzt, weil ich ausnahmsweise auch mal nicht da war – ein sehr kinderfreundliches Verhalten – sorry, wenn ich das so direkt sage: Eine Schande ist das. Um dann im nächsten Atemzug zu sagen, was für eine tolle Mutter sie doch immer war und ist. Nein nein, ich behaupte nicht, dass ich ein so guter Vater meinen Kindern war und bin, ich hätte sicherlich viel, viel mehr Zeit mit ihnen verbringen können und sollen, habe es nicht getan, woran es lag, kann ich selber nicht so sagen, es ist eben so, aber ich würde nie von mir behaupten, dass ich immer schon ein toller Vater war und bin, wenn dem, v.a. aktuell absolut nicht so ist… Aber nun gut, wieder eine subjektive Sicht, die ich versuche objektiv zu schreiben.

Die Eheringe von meiner Frau und mir.
Die Eheringe von meiner Frau und mir.

Drohungen

Und immer wenn ich sie darauf anspreche, und darüber reden will, kommen lediglich Aussagen wie „Geht Dich nichts an“ oder „Nerv nicht“ – ja, damit hat sie auch Recht, dass es mich nichts angeht, aber man sollte sich eben doch dann an abgemachte Sachen halten und Zeiten einhalten, was sie aber nicht kann und will. Letzten Endes will ich nur das Beste für die Kinder, während sie aktuell nur nach dem Besten für sich selber schaut und Rücksicht auf Verluste und dies auch verbal drohend kundtut. Ja mei, soll sie halt ausziehen, wenn sie das will, kann und will ich nicht verhindern, ist zwar Scheisse für die Kinder, aber dann zu sagen, dass ich dann Schuld bin, wenn die Kinder mich hassen, ist natürlich schon ein etwas krummer Blick auf die Dinge. Aber nun gut, was soll ich sagen, da hat eben der Postmann ein Päckchen geliefert … Ich bin gespannt, am gestrigen Sonntag waren noch keine Schmetterlinge im Bauch, evtl waren im Päckchen ja ja Raupen und haben sich schon im Magen- oder Darmtrakt eingenistet…. Wer weiß das schon.

Wahrheit oder Pflicht

Und nun kann mir jeder sagen was er will, aber ich glaube ihrer Aussage einfach nicht, dass sie keine Beziehung mit dem Postmann anstrebe. Wenn ich mich quasi fast täglich mit jemanden treffe, weggehe, besuche und sonst was mache – ist wahrscheinlich schon längst alles „palletti“ – aber warum ist sie nicht einfach ehrlich zu mir? Ich verstehe es nicht! Weil sie vermutlich nicht eingestehen will, dass ich vielleicht doch Recht hatte mit meinen früheren Aussagen. Aber nun gut, Dinge zugeben war nie ihre Stärke, zwar auch nicht unbedingt meine, aber in dem Fall ist es bei mir ja irrelevant. Nichts desto trotz, sollte es sich zu einer Beziehung entwickeln, bzw schon sein, muss ich echt sagen, Respekt an dem Postmann, der es geschafft hat, eine Beziehung bzw Ehe nach 15 Jahren komplett kaputt zu machen, sicherlich war schon vorher nicht alles toll und die Ehe stand mehr als auf der Kippe, aber das i-Tüpfelchen bzw der ausschlaggebende Punkt war nun mal er, und er behauptet sicherlich wie ihre Freundinnen dass ihn keine Schuld trifft – doch jeden trifft eine gewisse Mitschuld – über die Hauptschuld brauchen wir nicht reden klar, meine Frau und ich. Aber letzten Endes zerstört hat sie der Postmann und ist sicherlich stolz darauf, sich so eine tolle Frau geangelt zu haben. Das ist ja das enttäuschende daran, dass ich meine Frau nicht so “primitiv“ eingeschätzt habe, sondern eher, dass sie mal mit mir redet, aber gut, anderes Thema, ist abgeschlossen, war gestern – kann man nicht mehr ändern – darf ich mir immer anhören. Wobei ich sage: Man kann immer wieder was ändern, aber man muss es eben wollen, aber sie will nicht, will nicht ihr Gesicht verlieren, und außerdem hat sie ja einen adäquaten „Ehe-Zerstörer“ gefunden … Mahlzeit 😉

Und ich so ?

Und ich muss sagen, ich weiß selber nicht was ich von dem ganzen halten soll, irgendwie hängt mein Herz halt schon an ihr und an der Familie, aber auch ich will nicht unbedingt mein Gesicht verlieren. Und in 2-3 Jahren sage ich rückblickend sicherlich dass es gut so war. Allerdings wohl auch, dumm dass wir nicht darüber geredet haben und es trotzdem „lieb“ versucht haben. Am Ende sind die Kinder die Leidtragenden und diesen Schuh lass ich mich nicht anziehen, dass es mein „Verdienst“, nein, diesen Schuh sollte sich meine Frau ganz alleine anziehen. Ich hoffe meine Kinder wachsen und gedeihen trotz des ganzen Übels gut und toll, aber sicher kann man nicht sein, nur wenn was sein sollte, lass ich mir gar nichts vorwerfen! Ich bin nicht die ganzen Osterfeiertage lieber „daten“ als mit den Kindern was machen – ich war zwar auch mal weg, aber nicht permanent. Sorry, v.a. ist das so nicht mit mir abgesprochen gewesen, es hieß anfangs nur heutiger Montag „kurz“, das dann gestern noch quasi der ganze Spätnachmittag und Abend und heute der ganze Tag daraus wurde, das ist nicht gut und den Kindern nicht fair gegenüber. Aber was ist schon fair? Darf ich mir dann sicherlich anhören, dass ich ja was hätte machen können – ja dem ist, ich bin ja auch da für die Kinder – im Gegensatz zu meiner Frau….

Ein Zitat von Thomas Mann fällt mir noch ein.

Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge.

Thomas Mann

Darum habe ich sie stets gebeten, aber sie (not-)lügt lieber, wobei ich eben hier Schweigen auch als Lüge sehe. Und das macht mich betroffen …

2 Kommentare

  1. Das Zitat von Thomas Mann gefällt mir sehr gut!
    Habe den anderen Blog auch gelesen, wusste aber nicht, wie man das Thema verstehen soll. Dort konnte man sehr die Frustration herauslesen als die Objektivität.
    Auch hier fängt das Thema sehr gut und ruhig an, aber sobald der Postmann ins Gespräch kommt, wird auf die Tasten gehaut und die Frustration ist wieder da.
    Ich fände es auch spannend zu lesen, warum man sich weniger Zeit für die Familie genommen hat. Keine Ahnung ist kein Grund. Es gibt viele verschiedene und ich bin mir sicher, da draußen sind einige enttäuschte Ehen die auch vielleicht lesen was in diesem Blog steht und können den Mut aufbringen, zu sagen, wo das Problem ist.
    Denn da finde ich scheitert es als erstes. Viele haben Angst oder schämen sich sogar deswegen.
    Und dann ist die Frage, wegen dem Zitat, würde es man akzeptieren können? Schmerzliche Wahrheiten sind wie gesagt schmerzlich und damit können nur ganz wenige mit umgehen.

    1. Den anderen Blog auch gelesen?? Das finde ich gut, trotzdem kann man die Zusammenhänge da vielleicht noch nicht so ganz verstehen, außer man ist natürlich darin involviert.

      Und warum man sich weniger Zeit für die Familie genommen hat, das weiß einzig und alleine die Frau, warum sie über Ostern quasi für die Kinder nicht existent war – da nahm der Postmann keine Rücksicht, denn er ist sich selbst der nächste. Und dies hat rein gar nichts mit Frustration zu tun, und es wird nicht auf die Tasten gehauen, sondern einfach nur dargelegt, was Sache ist. Leider merkt es die Frau eben nicht und der Postmann zerstört damit eine Ehe bzw eine Familie komplett. Das Problem liegt sicherlich ursächlich in der Ehe selbst, aber ich betone URSÄCHLICH, kaputt gemacht hat sie schließlich und endlich der Postmann – das Problem ist, dass er es selber die ganze Tragweite nicht zu überreißen scheint.

      Die Frage nach der Akzeptanz zum Zitat kann hier niemand stellen, der menschlich nicht fähig ist, empathisch zu handeln. Scheinbar bist Du, lieber Matthias, ähnlich gestrickt wie der Postmann, und überreist es nicht, denn die Wahrheit ist immer besser, ist sie noch so schmerzlich, aber da musst Du halt noch einiges lernen scheinbar.

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